Steckbrief

Art
Hunderasse
Alter
12 - 16 Jahre
Größe
46 - 58 cm
Gewicht
14 - 25 kg
Preis Ø
2.200 €
Erfahrung
Fortgeschrittener
Energielevel
sehr hoch
Jagdtrieb
sehr stark
Intelligenz
sehr hoch
Wachsamkeit
hoch
Felllänge
kurz
Gesundheit
robust
Auslauf
über 120 Minuten
Zeit alleine
unter 2 Stunden
Fellfarben
Farbmuster
mehrfarbig
Farben
beigegrauhellbraunweiß
Eigenschaften
geringer Pflegeaufwandmag Kindersabbert wenigsehr selten
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Der Blue Lacy ist ein seltener, sehr arbeitsfreudiger Gebrauchshund aus Texas mit kurzer Leine zum Alltag und viel Zug nach vorne. Er passt am besten zu aktiven, klaren Haltern, die nicht nur Bewegung bieten, sondern einem Hund auch Aufgaben, Regeln und Führung geben. Wer einen sportlichen, klugen und direkten Hund sucht und mit Jagdtrieb sowie echter Arbeitslust umgehen kann, findet im Blue Lacy einen starken Begleiter.

Blue Lacy Portrait: Ein erster Eindruck

Der Blue Lacy ist ein mittelgroßer, trockener und sehr athletischer Hund, der eher nach Arbeit als nach Show aussieht. Er wirkt schnell, gespannt und wach, ohne schwer oder massig zu sein. Genau das macht ihn im Alltag so besonders: Er ist kein bulliger Kraftprotz, sondern ein beweglicher Gebrauchshund mit viel Ausdauer. Sein kurzes Fell liegt eng an, der Körper ist muskulös, und die ganze Erscheinung wirkt so, als sei dieser Hund dafür gebaut, draußen etwas zu erledigen. Wer kompakte, praktische Hunde mag, wird an diesem Typ schnell Gefallen finden.

Seine Wurzeln liegen in Texas, wo er als vielseitiger Ranch- und Jagdhund gezüchtet wurde. Der Blue Lacy sollte Vieh treiben, Wild nachsuchen, Spuren halten und im Zweifel auch unter Druck arbeitsfähig bleiben. Diese Herkunft merkt man ihm bis heute deutlich an. Er ist kein Hund, der nur ein bisschen Beschäftigung nett findet, sondern einer, der von Aufgabe, Tempo und Zusammenarbeit lebt. Gerade deshalb wirkt er auf passende Halter oft beeindruckend klar, zielstrebig und belastbar.

Im Familienalltag kann ein Blue Lacy eng bei seinen Menschen sein und sich stark an seine Bezugsperson binden. Gleichzeitig ist er kein weicher Mitläufer, sondern bringt Eigenständigkeit, Reizoffenheit und viel Energie mit. Mit Kindern und anderen Hunden kann das gut funktionieren, wenn Sozialisierung, Regeln und Alltag sauber aufgebaut werden. Bei Katzen und anderen kleinen Tieren muss man deutlich genauer hinschauen, weil Beutereize bei dieser Rasse ernst zu nehmen sind. Dazu kommt, dass der Blue Lacy im deutschsprachigen Raum sehr selten ist und man ihn meist nicht so leicht findet wie bekanntere Arbeitshunde.

Charakter, Temperament und Verhalten des Blue Lacy im Alltag

Im Haus kann ein gut ausgelasteter Blue Lacy erstaunlich angenehm sein. Viele dieser Hunde liegen gern in der Nähe ihrer Menschen, beobachten alles genau und sind schnell ansprechbar, wenn der Rahmen klar ist. Draußen schaltet er aber oft sofort hoch und nimmt Bewegungen, Gerüche und Umweltreize sehr bewusst wahr. Das ist keine Nervosität, sondern Arbeitsbereitschaft. Für Halter bedeutet das: Dieser Hund läuft nicht einfach nebenher, sondern ist gedanklich fast immer dabei.

Sein Wesen ist meist loyal, direkt und klar, aber nicht automatisch unkompliziert. Ein Blue Lacy merkt schnell, ob Regeln verlässlich gelten oder ob im Alltag dauernd improvisiert wird. Er kann sensibel auf Tonfall, Unruhe und widersprüchliche Führung reagieren, ohne deshalb ein zarter Hund zu sein. Gerade diese Mischung aus Härte im Job und Sensibilität im Umgang ist typisch für gute Gebrauchshunde. Wer hektisch, laut oder unfair mit ihm arbeitet, bekommt oft keinen besseren, sondern einen unruhigeren Hund.

Frühe Warnzeichen für einen schlechten Match sieht man meistens schnell. Der Hund kommt schwer zur Ruhe, scannt ständig die Umgebung, hängt stark in Bewegungsreizen und beginnt, vieles selbst zu entscheiden. Manche Halter deuten das als besonderen Charakter, in Wahrheit passt dann oft einfach der Alltag nicht. Ein Blue Lacy braucht nicht nur Auslauf, sondern Struktur, Führung und planbare Aufgaben. Fehlt das, wird aus seiner Klugheit schnell Anstrengung.

Erziehung, Training und sinnvolle Beschäftigung beim Blue Lacy

Ein Blue Lacy lernt schnell, aber genau das macht ihn nicht automatisch leicht. Gute Führung bei dieser Rasse heißt klar, ruhig und konsequent, nicht hart und nicht wortreich. Er reagiert in der Regel besser auf saubere Signale und einen festen Rahmen als auf ständiges Korrigieren. Wer jeden Tag etwas anderes erlaubt, bekommt keine Flexibilität zurück, sondern Unsicherheit oder Diskussionen. Orientierung am Menschen muss deshalb früh aufgebaut werden und darf nicht erst beginnen, wenn der Hund körperlich längst stark und selbstsicher ist.

Typische Fehler sind zu viel Freiheit, zu früh und zu ungezielt. Viele junge, triebige Hunde wirken erst einmal offen und führig, bis sie draußen anfangen, ihre Umwelt wichtiger zu finden als den Menschen. Dann zeigt sich, ob Leinenführigkeit, Rückruf, Abbruchsignal und Impulskontrolle wirklich sitzen oder nur auf dem Papier existieren. Auch hektische Beschäftigung ist bei dieser Rasse oft ein Fehler. Ballern, wildes Hetzen und dauerndes Hochfahren machen den Blue Lacy nicht besser, sondern oft noch schneller im Kopf und schwerer abschaltbar.

Sinnvoll sind Aufgaben, die Arbeitstrieb und Zusammenarbeit verbinden. Nasenarbeit, Fährte, kontrolliertes Apportieren, Dummytraining, gut aufgebautes Joggen oder Radbegleitung im passenden Alter und verlässliche Alltagsarbeit passen meist deutlich besser als planloses Bespaßen. Auch Suchaufgaben und sauber geführte Hundesportformen können sehr gut funktionieren, wenn der Hund dabei nicht nur Gas geben, sondern mitdenken muss. Ein Blue Lacy braucht also nicht irgendeine Beschäftigung, sondern eine, die ihn bündelt. Genau dann zeigt er oft, warum diese Rasse so geschätzt wird.

Blue Lacy: Sozialverhalten mit Kindern, Fremden und anderen Tieren

Mit Kindern kann ein Blue Lacy gut zusammenleben, wenn das Zuhause ruhig geführt wird und Erwachsene den Rahmen setzen. Er ist in der Regel kein zerbrechlicher Hund, aber auch keiner, den man sich selbst überlässt, nur weil er grundsätzlich menschenbezogen ist. Gerade junge oder sehr aufgedrehte Vertreter dieser Rasse können im Spiel grob werden oder kleine Kinder schlicht überrennen. Familienalltag klappt daher am besten mit klaren Regeln auf beiden Seiten. Dann kann der Blue Lacy freundlich, loyal und erstaunlich präsent im Alltag sein.

Fremden begegnet er oft aufmerksam und nicht selten mit einer gewissen Reserviertheit. Das muss kein Problem sein, solange daraus kein ständiges Kontrollverhalten wird. Ein guter Blue Lacy muss nicht jeden toll finden, sollte sich aber an seinem Menschen orientieren und Besuch oder Begegnungen vernünftig aushalten können. Hier zeigt sich schnell, wie sauber Sozialisierung und Führung aufgebaut wurden. Wer aus Unsicherheit Wachsamkeit macht oder aus Wachsamkeit Schärfe, lenkt diese Rasse in die falsche Richtung.

Mit anderen Hunden ist vieles möglich, wenn der Hund früh gelernt hat, Begegnungen ruhig und kontrolliert zu bewältigen. Bei Katzen, Kaninchen oder anderen kleinen Tieren ist deutlich mehr Vorsicht nötig. Der Jagdtrieb ist bei vielen Blue Lacys nicht theoretisch vorhanden, sondern praktisch relevant. Ein friedliches Zusammenleben kann klappen, vor allem wenn der Hund damit aufwächst, aber es ist keine Selbstverständlichkeit. Wer bereits mehrere Kleintiere im Haushalt hat, sollte diese Rasse sehr kritisch prüfen.

Haltung: Wohnung, Haus mit Garten, Stadt oder Land?

Ein Blue Lacy braucht nicht zwingend einen Bauernhof, aber er braucht einen Alltag, der seiner Art gerecht wird. Eine ruhige, gut organisierte Wohnung mit viel echter Beschäftigung draußen kann besser funktionieren als ein Haus, in dem der Hund zwar einen Garten hat, aber kaum Führung bekommt. Entscheidend sind also nicht nur Quadratmeter, sondern Tagesablauf, Ruhe, Auslastung und Management. In einer kleinen Stadtwohnung wird es schnell eng, wenn der Hund viel Energie mitbringt und draußen nicht sauber geführt wird. Noch schwieriger wird es in hellhörigen Häusern mit wenig Rückzug, vielen Reizen und wenig guten Strecken vor der Tür.

Ein Haus mit sicher eingezäuntem Garten ist angenehm, löst aber das Grundthema nicht. Der Blue Lacy wird nicht automatisch ausgeglichen, nur weil er kurz raus kann. Ein Garten ist bei dieser Rasse eher Ergänzung als Ersatz. Wichtig ist außerdem, dass Zäune wirklich sicher sind und nicht nur symbolisch stehen, denn ein schneller, triebiger Hund findet Lücken oft früher als seine Halter. Für viele Menschen wird das Leben mit Garten erst dann leicht, wenn Training und Alltag ohnehin schon stimmen.

Am besten passt der Blue Lacy meist in ländlichere oder zumindest grünere Umgebungen mit Platz, Routine und vernünftigen Wegen. Stadtleben ist nicht ausgeschlossen, verlangt aber viel mehr Aufbauarbeit, Gelassenheit und gutes Management. Enge Treppenhäuser, volle Gehwege, dauernde Hundebegegnungen und wenig Freifläche sind für diese Rasse oft unnötig anstrengend. Auch Aufzug, Treppen, Ruhe im Haus und die Frage, wie schnell man im Grünen ist, spielen eine größere Rolle, als viele vor dem Kauf denken. Wer die Wohnrealität ehrlich prüft, spart sich und dem Hund viel Stress.

Fell, Pflege und körperliche Routine beim Blue Lacy

Der Blue Lacy hat kurzes, glattes und eng anliegendes Fell, das im Alltag erst einmal pflegeleicht wirkt. Das stimmt auch, solange man unter Pflege nicht völlige Wartungsfreiheit versteht. Bürsten, kurzes Durchsehen nach dem Spaziergang und eine saubere Routine reichen meistens aus. Verfilzungen sind kein Thema, dafür aber Staub, Schmutz, lose Haare und das, was an Pfoten und Beinen nach draußen hängen bleibt. Wer einen Hund sucht, der geschniegelt bleibt, obwohl er viel arbeitet, sucht die falsche Rasse.

Im Alltag ist der Pflegeaufwand überschaubar, aber nicht null. Nach Regen, Matsch oder längeren Touren sollte man den Hund kurz abreiben und Pfoten, Ballen und Zwischenräume kontrollieren. Gerade bei Hunden, die viel laufen, sieht man kleine Verletzungen, eingerissene Ballen oder abgescheuerte Stellen sonst oft zu spät. Das kurze Fell trocknet schnell, bringt aber auch mit sich, dass man Haut und Fellzustand gut im Blick haben sollte. Wer sich eine ruhige fünfminütige Routine angewöhnt, hat mit dieser Rasse meist wenig Mühe.

Ohren, Krallen und Pfoten gehören fest zur körperlichen Grundpflege. Die Ohren sollten regelmäßig kontrolliert werden, besonders wenn der Hund viel durchs hohe Gras geht oder viel draußen unterwegs ist. Krallen nutzen sich nicht bei jedem Hund gleich stark ab, auch dann nicht, wenn er viel läuft. Pfoten verdienen ebenfalls Aufmerksamkeit, weil ein aktiver Hund auf vielen Untergründen unterwegs ist und sich kleine Probleme schnell summieren können. Insgesamt ist der Blue Lacy pflegeleichter als viele andere aktive Gebrauchshunde, aber nur dann, wenn die Routine zuverlässig steht.

Blue Lacy: Gesundheit, Lebenserwartung und typische Risiken

Im Gesamtbild gilt der Blue Lacy als eher robuste Rasse. Das ist ein echter Pluspunkt, vor allem im Vergleich zu manch modischerem Hund, der gesundheitlich deutlich mehr Baustellen mitbringt. Robust heißt aber nicht sorgenfrei. Auch beim Blue Lacy kommen Gelenkprobleme, einzelne Augenprobleme oder Hautthemen vor, und bei den blau gefärbten Hunden muss man Haut und Fell besonders aufmerksam beobachten. Wer die Rasse nur über ihre Arbeitsleistung definiert und Gesundheitsfragen nebensächlich behandelt, macht einen Fehler.

Die Lebenserwartung liegt meist in einem guten Bereich für einen mittelgroßen, aktiven Hund. Entscheidend ist dabei weniger der Name der Rasse als die Qualität der Linie, die Aufzucht, das Gewicht, die Bewegung und der Umgang mit Belastung. Frühsignale sollte man ernst nehmen: wiederkehrendes Humpeln, auffällige Hautstellen, häufiges Ohrenschütteln, rasche Erschöpfung oder Probleme beim Aufstehen gehören abgeklärt. Gerade bei sehr triebigen Hunden wird Unwohlsein oft länger übersehen, weil sie trotzdem weiterarbeiten wollen. Das macht einen nüchternen Blick im Alltag wichtig.

Bei einer seltenen Rasse wie dem Blue Lacy ist Herkunft besonders wichtig. Ein seriöser Züchter kennt die Stärken und Schwächen seiner Linien, spricht offen über Gesundheit und blendet Probleme nicht weg. Noch wichtiger ist, dass er nicht nur auf Arbeitsschärfe oder Farbe selektiert, sondern auf ein brauchbares Gesamtpaket. Für Käufer heißt das: lieber länger suchen und gründlicher prüfen als schnell einen seltenen Welpen sichern. Bei dieser Rasse entscheidet die Herkunft besonders stark darüber, wie alltagstauglich und stabil der Hund später wirklich ist.

Laufende Kosten und finanzielle Realität

Die Anschaffung ist beim Blue Lacy nur der Anfang. Im Alltag ist er kein luxuriöser Pflegehund, aber eben auch kein bequemer Mitläufer, der mit ein paar kurzen Runden und Standardprogramm zufrieden ist. Kostentreiber sind vor allem sein Aktivitätsniveau, der Bedarf an Training, der mögliche Reiseaufwand zur Anschaffung und die Tatsache, dass viele Halter mehr in Ausrüstung, sichere Einzäunung und Beschäftigung investieren als zunächst gedacht. Dazu kommt, dass seltene Hunde bei Problemen nicht immer den einfachen Standardweg haben. Schon deshalb sollte man diese Rasse finanziell nicht zu locker kalkulieren.

Beim laufenden Unterhalt liegt der Blue Lacy meist nicht in der billigsten Kategorie. Das Fell ist pflegeleicht und die Futtermenge wegen seiner Größe noch gut beherrschbar, was hilft. Auf der anderen Seite kostet ein aktiver Hund mit viel Bewegung und echtem Trainingsbedarf oft an Stellen Geld, die vor dem Kauf unterschätzt werden. Dazu gehören Fahrten, Kurse, vernünftiges Equipment und unter Umständen auch professionelle Unterstützung in der Erziehungsphase. Wer hier knapp plant, spart oft an der falschen Stelle.

Insgesamt ist der Blue Lacy eher durchschnittlich bis spürbar teuer. Er ist nicht deshalb teuer, weil Fellpflege oder Spezialbehandlungen ständig anfallen, sondern weil Haltung, Ausbildung und seriöse Anschaffung Aufwand mitbringen. Rücklagen sind trotzdem Pflicht, denn auch ein robuster Hund kann sich verletzen oder gesundheitlich Probleme entwickeln. Für Menschen, die aktiv mit ihrem Hund arbeiten wollen und Kosten realistisch einordnen, ist das gut machbar. Wer aber einen günstigen, seltenen Sporthund sucht, rechnet sich diese Rasse schön.

Blue Lacy kaufen: Anschaffung, Verfügbarkeit und seriöse Anbieter

Ein Blue Lacy ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz sehr selten. Wer gezielt einen Welpen sucht, landet meist nicht bei einem naheliegenden Züchter, sondern muss deutlich weiter schauen und oft mit Import, Wartezeit und viel Vorarbeit rechnen. Genau das macht die Rasse anfällig für unklare Angebote, Hobbyvermehrung und Verkäufe, die vor allem mit Seltenheit spielen. Weil es keinen normalen FCI- oder VDH-Weg gibt, muss man als Käufer noch genauer prüfen, wie seriös der Anbieter wirklich arbeitet. Ein seltener Hund ist nicht automatisch ein gut gezüchteter Hund.

Seriöse Anbieter sprechen offen über Herkunft, Linien, Gesundheit, Wesen und darüber, für wen dieser Hund eben nicht passt. Sie zeigen die Elterntiere oder erklären sie nachvollziehbar, stellen Fragen zum Alltag des Käufers und verkaufen keinen Welpen einfach nur nach Bild oder Farbe. Red Flags sind schnelle Verfügbarkeit ohne saubere Einordnung, große Versprechen zur Familienfreundlichkeit trotz fehlender Arbeitsprüfung, ausweichende Antworten zu Gesundheit und jede Form von Druck. Gerade beim Blue Lacy sollte niemand kaufen, weil die Rasse exotisch wirkt. Man sollte ihn nur kaufen, wenn genau dieser Hundetyp wirklich zum eigenen Leben passt.

Passt Blue Lacy wirklich zu mir?

Der Blue Lacy passt gut zu Menschen, die gern aktiv leben, Hunde klar führen und Freude an echter Zusammenarbeit haben. Wer Training nicht als Pflicht, sondern als normalen Teil des Alltags sieht, kann mit dieser Rasse sehr glücklich werden. Besonders stark ist der Blue Lacy dort, wo Bewegung, Aufgaben und Bindung zusammenkommen. Er ist schnell, klug, eng ansprechbar und oft beeindruckend belastbar. Für passende Halter ist das kein anstrengender Hund, sondern ein sehr motivierender.

Nicht gut passt er zu Menschen, die eigentlich einen unkomplizierten Familienhund suchen, der sich nebenbei mit anpasst. Auch für Anfänger ist der Blue Lacy kein guter Einstieg. Hoher Jagdtrieb, Reizoffenheit, Territorialität und echte Arbeitslust sind keine Kleinigkeiten, die man später wegkuschelt. Wer wenig Zeit hat, wenig Lust auf Training oder in einer unruhigen, engen Wohnsituation lebt, wird mit dieser Rasse meist nicht glücklich. Das ist keine Frage von Sympathie, sondern von Passung.

Die häufigste Fehleinschätzung ist, den Blue Lacy nur als sportlichen, seltenen Kurzhaarhund zu sehen. In Wahrheit kauft man mit ihm einen Gebrauchshund, der Alltag, Führung und Aufgaben ernst nimmt. Wer genau das möchte, bekommt einen außergewöhnlich engagierten, loyalen und vielseitigen Begleiter. Wer nur einen besonderen Hund fürs Auge sucht, sollte weitersehen. Der Blue Lacy ist stark, aber er ist nur dann wirklich gut, wenn sein Alltag zu ihm passt.

Blue Lacy FAQ:

Ist ein Blue Lacy ein Anfängerhund?

Nein. Diese Rasse verlangt Erfahrung mit triebigen, wachen und arbeitsfreudigen Hunden. Wer noch nie einen fordernden Gebrauchshund geführt hat, nimmt sich mit einem Blue Lacy meist zu viel vor.

Wie stark ist der Jagdtrieb beim Blue Lacy wirklich?

Oft deutlich. Der Jagd- und Beutetrieb gehört bei vielen Blue Lacys nicht zu den kleinen Nebeneigenschaften, sondern prägt das Verhalten draußen spürbar mit.

Reicht eine kleine Stadtwohnung für einen Blue Lacy?

Meist nicht gut. Eine kleine, reizvolle Stadtwohnung ohne ruhigen Tagesablauf, gute Auslastung und schnellen Zugang zu brauchbaren Strecken macht das Leben mit dieser Rasse unnötig schwer.

Kann ein Blue Lacy später sicher frei laufen?

Das hängt stark vom einzelnen Hund und vom Training ab. Ein guter Rückruf ist Pflicht, aber bei starkem Jagdtrieb bleibt Freilauf oft ein Thema, das man sehr vorsichtig und realistisch handhaben muss.

Wie lange kann ein Blue Lacy allein bleiben?

Lange Alleinzeiten passen schlecht zu dieser Rasse. Ein Blue Lacy ist meist deutlich entspannter, wenn er nur kurz und sauber aufgebaut allein bleibt statt regelmäßig viele Stunden am Stück.

Passt ein Blue Lacy als Zweithund?

Das kann gut funktionieren, wenn Sozialisierung, Management und Hundetypen zusammenpassen. Einfach irgendeinen zweiten Hund dazuzusetzen, nur damit mehr Ruhe einkehrt, funktioniert bei dieser Rasse nicht.

Kann ein Blue Lacy mit Katzen zusammenleben?

Möglich ist es, sicher ist es nicht. Vor allem bei erwachsenen Hunden mit starkem Beutereiz sollte man dieses Thema sehr ernst nehmen und nicht auf Glück hoffen.

Ist der Blue Lacy ein guter Jogging- oder Fahrradhund?

Für sportliche Menschen kann das sehr gut passen, wenn der Hund körperlich ausgereift ist und das Training vernünftig aufgebaut wurde. Reines Kilometerfressen ersetzt aber auch bei dieser Rasse keine geistige Arbeit und keine Erziehung.

Taugt der Blue Lacy als Wachhund oder wird er schnell zu scharf?

Er bringt Wachsamkeit und Territorialität mit, ohne ein klassischer Schutzhund zu sein. Gute Führung ist wichtig, damit aus Aufmerksamkeit kein unnötiges Kontrollverhalten wird.

Wo findet man seriöse Blue-Lacy-Züchter überhaupt?

Meist eher im Herkunftsland der Rasse als im DACH-Raum. Gerade deshalb sollte man sich viel Zeit nehmen, Linien, Gesundheitsangaben, Aufzucht und den Ruf des Züchters gründlich zu prüfen.

Blue Lacy Alternativen: Diese Hunde passen vielleicht besser

Der Border Collie ist eine starke Alternative für Menschen, die am Blue Lacy vor allem die Klugheit, Arbeitsfreude und enge Zusammenarbeit mit dem Menschen reizt. Er ist ebenfalls fordernd, aber in seiner Trainierbarkeit oft klarer lesbar und im Alltag für strukturierte Halter berechenbarer. Wer wirklich arbeiten und trainieren will, aber lieber einen etablierten, besser einschätzbaren Hund mit sehr guter Verfügbarkeit sucht, fährt mit einem guten Border Collie oft stimmiger.

Der Labrador Retriever passt besser zu Menschen, die einen aktiven, vielseitigen und gut ansprechbaren Hund wollen, aber mit Territorialität, Schärfe nach außen und starkem Kontrollverhalten wenig anfangen können. Er ist deutlich leichter seriös zu finden, in Linien und Gesundheit besser einzuordnen und im Familienalltag meist unkomplizierter. Wer am Blue Lacy die Mischung aus Athletik, Nähe zum Menschen und Lernfreude interessant findet, aber einen alltagseinfacheren Hund möchte, landet oft beim Labrador am besseren Punkt.

Der Magyar Vizsla ist interessant für Halter, die einen sportlichen, engen und kurzhaarigen Begleiter suchen, ohne gleich bei einer so seltenen und arbeitsbetonten Ranchrasse zu landen. Auch der Vizsla ist kein Anfängerhund, wirkt im Alltag aber oft sozial weicher, transparenter und in Europa deutlich leichter seriös zu finden. Wenn der Reiz des Blue Lacy vor allem in seiner Sportlichkeit, Bindung und seinem schlanken Typ liegt, kann der Vizsla die praktischere Wahl sein.